Unsere Gemeinde stellt sich vor

Kirche besteht aus Menschen,
Menschen jeden Alters und jeder Herkunft,
Menschen mit ihren unterschiedlichen
Fähigkeiten und Interessen,
Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Träumen . . .

Wir alle sind diese Kirche,
sie will ihre Türen offen halten,
Vielfalt ermöglichen,
Gemeinschaft fördern,
Solidarität stärken,
Lebendigkeit bewahren und
Lebensfreude entfachen . . .

Und über uns allen wölbt sich der Regenbogen;
er erzeugt in uns Staunen,
er verheißt uns Hoffnung,
er gibt uns Geborgenheit,
er weist in unsere Zukunft,
er verspricht uns Gottes Segen.
Aktivitäten in unserer Gemeinde:

Jeder Mensch braucht seinen eigenen Weg zur Quelle des Lebens und braucht gleichzeitig Gemeinschaft auf diesem Weg. Darum bietet unsere Gemeinde eine Vielzahl von Veranstaltungen an, in denen Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer sich auf diesen Weg ausrichten können. Vielfalt ist unsere Stärke, Konzentration auf die geistliche Mitte unser gemeinsames Ziel.

In unseren Gottesdiensten feiern wir die Liebe Gottes als Geheimnis unseres Lebens: Wir treffen uns zu Krabbelgottesdiensten, Kindergottesdiensten, thematischen Jugendgottesdiensten, Gottesdiensten in der ein geübten liturgischen Form, Abendmahlsgottesdiensten und Familiengottesdiensten.
In der Regel sind immer alle Altersgruppen willkommen.

Kinder und Jugendliche finden ein weitgefächertes Angebot von Offener-Tür-Arbeit über Gruppenarbeit, Mitarbeiterschulungen bis hin zu Projekttagen und gezielten Veranstaltungen, so wie Freizeiten an Wochenenden oder in den Schulferien.

Musikalisch geht es lebhaft und lebendig zu (z.B. bei den Musicalaufführungen von Spell '88) oder in die Ruhe führend wie bei den Taizégebeten. Schwerpunkt sind Mitmachangebote von Kinderorchester über Band bis Kirchenchor.

Wir suchen den Ausgleich von Wissensvermittlung und Herzensbildung: in pädagogisch-theologischen, kreativen oder auch begleitenden Angeboten, wie Bibelkreisen und Glaubenskursen, Bibliodramatagen, Gesprächsreihen, Trauerseminaren oder meditativem Tanz.

Alte Menschen haben ihren Platz in unserer Mitte, in den Altenkreisen und
Seniorenclubs, auf unseren Frühjahrs- und Herbstfeiern.

Solidaritätsarbeit findet bei uns in der Ökumene vor Ort statt, in der „Eine-Welt-Gruppe“ oder dem „Arbeitskreis Asyl“.

Und: Wir sind als hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen ansprechbar und offen für Austausch und Anregungen - der gemeinsame Weg unter dem Regenbogen mit allen Menschen guten Willens ist unser Ziel.



Ihre Ansprechpartner:

Gemeindeamt Farbe Tel. 2 47 14 10/11
Pfarrer Thomas Hoppe
(Bezirk Süd)
Tel. 47 27 30 hoppe@evangelisch-wuppertal.de
N.N.
(Bezirk Nord)
Pfarrer Ulrich Weidner
(Bezirk Mitte)
Tel. 47 32 57 weidner@evangelisch-wuppertal.de
Evi Boeddinghaus
(Altenarbeit)
Tel. (02058) 71096
(02058) 72197
eviboeddinghaus@yahoo.de
Martin Ribbe
(Kirchenmusik)
Tel. 247 1580 ribbe ät biomail.de
Diakoniestation
(Pflegedienstleitung)
Tel. 4 78 10 90



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Zur Geschichte
der Evangelischen Kirchengemeinde Cronenberg

Wer neu nach Cronenberg kommt, bemerkt zunächst, dass es in unmittelbarer Nähe in der Dorfmitte zwei große evangelische Kirchen gibt.

Wenn man die Geschichte der beiden evangelischen Gemeinden, der reformierten sowie der lutherischen Gemeinde, betrachtet, ist man geneigt, die gemeinsame Vergangenheit der beiden Gemeinden zu übersehen. 1527 wurde die Reformation in Cronenberg eingeführt. Adolf Clarenbach war es, der die Reformation ins Dorf brachte. In diesem Jahr 1527 sollen seine Anhänger sich gewaltsam Zutritt zu der den Hl. Ewalden geweihten Kirche verschafft haben. Clarenbach selbst wurde 1529 auf dem Scheiterhaufen in Köln verbrannt, doch die Ausbreitung der Reformation im Bergischen Land wurde dadurch nicht verhindert.

Als offizielles Datum der „Entstehung“ der reformierten Gemeinde wird im Kirchensiegel von 1644 das Jahr 1582 genannt – in diesem Jahr wurde Friedrich Keppel (ca. 1557-1613) als Pfarrer in sein Amt eingeführt. Keppel gelang es, über die reformierte Wortverkündigung und die Feier des Abendmahls hinaus zwei wesentliche Elemente reformierter Tradition in Cronenberg zu verwirklichen: die gemeindliche Selbstleitung und die Kirchenzucht. Die reformierte Gemeinde wuchs rasch an. Am Ende des 17. Jahrhunderts war sie die zahlenmäßig stärkste Gemeinde im Bergischen Land. Am 28. Juli 1766 wurde darum der Grundstein für den Bau einer neuen, großen Kirche gelegt, die nach fünf Jahren Bauzeit am 15. Mai 1771 mit einem Abendmahlsgottesdienst durch Pastor Johann Heinrich Dilthey eingeweiht wurde.

Neben der calvinistisch-reformiert geprägten Mehrheit behauptete sich eine kleine standhaft Minderheit von lutherisch geprägten Christinnen und Christen, die sich zunächst zu Solingen hielten. 1783 gestattete schließlich die kurpfälzische Landesregierung in Düsseldorf „denen luterischen des Kirspels Cronenberg die öffentliche Religions Übung“ und damit eine eigene Pfarrstelle, den Bau einer Kirche und den Betrieb einer eigenen Schule. Schon ein Jahr später, 1784, wurde die Kirche eingeweiht und Johann Jakob Leidenfrost als Pfarrer der neuen lutherischen Gemeinde in sein Amt eingeführt. 1856/57 errichtet die Gemeinde dann eine neue, aus Stein gebaute Kirche unmittelbar neben der alten Fachwerkkirche, die danach abgerissen wurde.

Schon früh gab es Bestrebungen hin zu einer Kirchenunion der beiden evangelischen Gemeinden, die aber immer wieder abgelehnt wurden.

Das Presbyterium der lutherischen Gemeinde beschloss am 18. Januar 1827 der preußischen Union beizutreten und den Namen „lutherisch“ abzulegen. Immer wieder gab es Unionsgespräche und Einigungsversuche, die zumeist aber schon bald wieder eingestellt wurden.

Erst im Jahr 2003 gelang die Einigung: Seit dem Reformationstag dieses Jahres existiert nur noch eine evangelische Gemeinde in Cronenberg. Gereift war der Entschluss hierzu durch die Arbeit der reformierten Gemeinde an einem Gemeindeleitbild. In diesem Prozess wurde dem Presbyterium deutlich, dass die reformierte Gemeinde den Herausforderungen der Zeit angesichts demographischer Entwicklungen und dem damit verbundenen Rückgang der Finanzen und Ressourcen langfristig als eigenständige Gemeinde nicht begegnen kann. Diese Überlegungen veranlasste die reformierte Gemeinde dann, das Gespräch mit der evangelischen Nachbargemeinde zu suchen. Im evangelischen Presbyterium wurde die Zersplitterung ebenfalls als unhaltbar empfunden. In einem Festgottesdienst wurde die geglückte Union gefeiert. Seitdem trägt die vereinigte Gemeinde den Namen „Evangelische Kirchengemeinde Cronenberg“.

Seither besteht unsere Gemeinde aus 3 Bezirken: Nord (mit der 1974 eingeweihten Friedenskirche als kirchlichem Zentrum), Mitte (mit Emmauskirche und Reformierter Kirche als Zentren) und Süd (mit der 1992 eingeweihten Nikodemuskirche als Zentrum).

Das Nebeneinander der Bezirke bietet zugleich die Chance zur Vielfalt verschiedener Ausprägungen des Gemeindelebens und Gottesdienstformen für verschiedene Zielgruppen nebeneinander. Erfreulicherweise wird das in der Gemeinde nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung und damit als Reichtum empfunden.